Hans der Sprüher – Eine Parabel

Wer kein TV mehr schaut, hat wieder mehr Zeit zum Lesen.

„Hans läuft mit einer Sprühpistole durch sein Dorf in Deutschland und versprüht eine Flüssigkeit auf die Straßen, auf die Häuser, auf die Felder, auf die Gärten.
Die Anwohner wundern sich und rufen die Polizei. Die Polizei fragt überrascht: „Sagen sie mal, was versprühen sie denn da!?“

Hans antwortet: „Ich versprühe etwas gegen Krokodile.“
Polizei: „Aber hier gibt es doch gar keine Krokodile?!“
Hans: „Ja natürlich gibt es hier keine Krokodile, weil ich ja auch etwas gegen Krokodile versprühe!“
Polizei: „Das ist ja toll, dann werden wir dafür sorgen, dass es zur Pflicht wird, dass jeder diese Substanz versprüht, denn wir möchten nicht, dass Krokodile hier Einzug nehmen und unsere Kinder fressen!“

Es verging ein wenig Zeit, bis alle Menschen im Umkreis voller Angst waren, Hans die Substanz abkauften und alles kreuz und quer versprühten.
Hans wurde zum reichsten Mann der ganzen Umgebung und bekam sogar eine Auszeichung, weil er sich für die Sicherheit unserer Kinder einsetzte.
Sogar am Eingang seines Dorfes wurde ein Schild aufgestellt: ‚Hans‘ Dorf, Freund der Kinder‘.

Die Substanz hatte verschiedene Auswirkungen auf die Menschen und ihre Tiere. Einigen ging die Maisernte zunichte, bei anderen verendeten die Kühe qualvoll und Kinder bekamen Hautausschläge und schreckliche Krankheiten.

Aber das alles ist doch weit weniger schlimm als die Tatsache, dass ein Krokodil unsere Kinder hätte auffressen können.
Niemand traute sich, nach dem „Warum“ zu fragen oder geschweige denn, an Hans versprühter Substanz zu zweifeln, denn Fakt ist:
Seit Hans im Dorf sprüht, wurde kein Krokodil gesichtet!!!“

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