HINTER DER MASKE

(Text von S.Cornella)

Die Maske klebt auf kalter Haut,
verschweißt mit dem Gesicht,
sie brannte sich nach Jahren fest,
und will sich trennen nicht.

Sie dient mir nur zum Schutze jetzt,
verdeckt mein wahres Sein,
damit man meinen Hass nicht sieht,
der in mir hart wie Stein.

Ich bin geworden was ich bin,
ich mache nicht mehr kehrt,
auch wenn die Seele meiner Hüll‘,
sich krümmend biegt und wehrt.

Ich ziehe durch die Nebelschwaden,
durch die kühle Nacht,
an hellen Tagen bleib ich fern,
weil dann die Sonne lacht.

Die Maske glüht auf dem Gesicht,
sie ist aus Stahl und Zorn,
aus Rage, Wut und Egoismus,
hab‘ ich sie gebor’n.

Sie wird mir schnell zu meiner Last,
wird größer und wiegt schwer,
ich wuss sie mir vom Fleische zieh’n,
sonst leb‘ ich bald nicht mehr.

Der Mittag zieht nun wärmend auf,
doch flücht‘ ich nicht davon,
das erste mal seit Ewigkeit,
steh ich in hoher Sonn‘.

Der Hass den meine Maske nährt,
der frisst mich langsam auf,
er gräbt sich tiefer in’s Gesicht,
und nimmt mein Leid in Kauf.

Ich packe sie und reiße stark,
ich zerre wie verrückt,
da sprang sie schreiend von mir ab,
nun bin ich ungeschmückt.

Ein jeder sieht nun mein Gesicht,
doch übrig ist nicht viel,
die Seele ächzt im Knochenball,
das Bildnis ist skurril.

Die Angst lag ängstlich neben mir,
die Sonne wurde schwarz,
der Tod starb noch zur selben Zeit,
und wurde fest wie Quarz.

Die Seele schwebt nun sterbend frei,
sie flattert wild umher,
sie riss sich einfach los von mir,
sie will mich jetzt nicht mehr.

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