Lachen oder weinen? – Pandemie – live.

Die Erlebnisse eines Positiven. Ein langer Text aus Facebook und der Mann ist eigentlich auch auf der offiziellen Seite und glaubt alles, aber seine Erlebnisse schlagen jede Satire…

In den letzten 2 Wochen ist mir klar geworden, warum wir die Pandemie nicht in den Griff bekommen. Und es liegt nicht an ein paar wenigen Querdenkern, und Leuten die ihre Freunde und Familie vermissen. Die geballte Inkompetenz von Gesundheitsamt, Hausärzten und Infrastruktur ist erschreckend. Ich habe die schockierendsten Aussagen mal dokumentiert und hier zusammengetragen.

Tag 1: 30.12.2020Auf der Arbeit werde ich bei einem Schnell-Antigen-Test Positiv getestet. Dieser wurde durchgeführt, weil ein Bewohner es geschafft hatte, sich in totaler Isolation irgendwie anzustecken. Wir rätseln bis heute, wie er das geschafft hat. (Dass die Nachtschwester ebenfalls Positiv ist, mag damit zusammen hängen.) Der Chef: „Andreas, ich muss sie heim schicken, bitte machen sie einen PCR-Test und mailen mir den zu. „Ich steh, positiv, auf der Straße in Oberasbach. Zuerst Hausarzt anrufen: Urlaub bis 07.01.2021. Vertretungspraxen A und B. Vertretungspraxis A angerufen: Wir haben zu. Vertretungspraxis B angerufen: Wir machen gleich zu. Wenden Sie sich ans Testzentrum am Flughafen. Testzentrum am Flughafen: Nur mit Termin. Gesundheitsamt angerufen: „Keine Ahnung was sie jetzt machen. Ich geb ihnen mal ein Paar Testpraxen durch.“ „Ich steh in Oberasbach, wohne in Nürnberg und hab kein Auto. Wie soll ich zu den Praxen kommen?“ „Keine Ahnung, aber nicht mit den Öffentlichen. Also, Praxen C, D, E und F. Auf Wiederhören. „Praxen C, D, E, F: Wir haben zu. Letzte Möglichkeit: Ärztlicher Bereitschaftsdienst: „Sie müssen zum Hausarzt…““*erzählt gesamte Geschichte*““Sie müssen zum Testzentrum“ „Hab kein Auto, darf nicht mit Öffis.“ „Haben sie Symptome?“ Nein. Hab ich nicht. Ich steh aber immer noch in der Kälte in Oberasbach und die Nase beginnt zu laufen. Ich schniefe. „Nase läuft.“ „Ok, DANN kann ich einen Arzt zu ihnen schicken. Seien sie heute Abend daheim.“ „Interesse halber… wissen sie, wie ich aus Oberasbach nach Nürnberg komme, ohne Auto, ohne Öffis?“ „Sicherheitstaxi.“ „Danke.“ Endlich zu Hause, am Abend kommt ein Arzt, Abstrich an der Tür. „Alles Gute.“

Tag 2 Nix. Daheim.

Tag 3 Nix. Daheim. Am Abend das Ergebnis per App. Glückwunsch, Positiv. Kein Name, kein nichts. Screenshot von der App gemacht und an Chef geschickt. Muss passen.

Tag 4 – 6 Nix. Daheim.

Tag 7: 05.01.2021 „Hallo, hier ist das Gesundheitsamt. Wir haben gehört, sie haben einen positiven Test?“ „*ganze Geschichte erzähl*“ „Hatten sie Kontakte?“ „Nein.“ (Ende des Investigativen Parts) „Bleiben sie bis 09.01.2021 daheim. Machen sie am 7. oder 8. einen neuen PCR Test und schicken sie uns das Ergebnis. CT-Wert muss ersichtlich sein, dann können wir sie erst wieder aus der Quarantäne entlassen. Und tragen sie sich bitte einmal täglich online ein, wie es ihnen geht.“ Bis hierher geschah alles auf Vertrauensbasis. Ob ich wirklich daheim bleib? Ob ich wirklich keine Kontakte hab? Ob ich wirklich mit dem Taxi nach Hause gefahren bin? Selbstverständlich. Bin ja ein braver Bürger. Würde das jeder behaupten, wenn Ordnungswidrigkeiten im Raum stehen? Ja. Beschuldigte müssen sich nicht selbst belasten. Bin ich wirklich daheim geblieben, weil sowieso alles zu ist? Ja.Ab diesem Zeitpunkt allerdings… verlief alles weiterhin auf reiner Vertrauensbasis.

Tag 8 Nix. Daheim.

Tag 9: 07.01.2021 Anruf beim Hausarzt, der aus dem Urlaub zurück ist. „*erzählt Geschichte*“ „Wir machen keine Hausbesuche. Sie müssen zum Flughafen.“ „Ich steh unter Quarantäne, ich darf die Wohnung nicht verlassen.“ „Andere die positiv sind fahren auch mit den Öffentlichen.“…Was? „ANDERE DIE POSITIV SIND FAHREN AUCH MIT DEN ÖFFENTLICHEN.“ „Das ist gegen das Gesetz… ich muss zu Hause bleiben.“ „Wir machen keine Hausbesuche. Fragen sie das Gesundheitsamt.“ Gesundheitsamt: „Ihre Wartezeit beträgt mehr als 30 Minuten, bitte versuchen sie es später nochmal.“ Ich komme mir langsam ziemlich verlassen vor, und kann mir die Angst von Leuten vorstellen, die auch noch unter Symptomen leiden. Gleichzeitig wird mir klar, warum eine einfache Lungenkrankheit sich zu einer globalen Pandemie mausern konnte. Ebenso klar wurde mir, wie hart wir im Falle einer Zombieapokalypse gef*ckt wären. Mein Zorn auf Politik, Bürokratie und Gesundheitswesen steigt. Mein Zorn auf die Idioten, die jegliche Form von berechtigter Kritik mit abstrusen Theorien über Weltverschwörungen garnieren, steigt. Der Wunsch, Querdenker und Söderjünger in einen Sack zu stecken und drauf einzuprügeln steigt ins unermessliche. Ich beruhige mich und versuche weiter, das Gesundheitsamt zu erreichen, diesmal per Mail. Antwortanruf, einige Stunden später: „Hallo, Gesundheitsamt. Doof mit ihrem Hausarzt, aber was will man machen. Sie bekommen ein Termin beim Testzentrum.“ „Ich darf raus?“ „Ja, aber nur weil sie Symptomfrei sind. Darum ist ja auch nicht klar, dass sie es überhaupt haben.“ „Ja. Moment. Was?“ „Naja, ihr Test war ja über die Feiertage. Da kann man nicht ganz sicher sein. Die Labore geben Sicherheitshalber positiv raus, wenn sie net dazu kommen.“… „DIE LABORE GEBEN SICHERHEITSHALBER POSITIV RAUS, WENN SIE NET DAZU KOMMEN.“ „Darum schicken sie ihren zweiten Test bitte direkt per Mail an uns, damit auch der CT ersichtlich ist. Also. Morgen zum Test und tragen sie bitte ne Maske, begeben sie sich direkt zur Testpraxis, ziehen sie keine 2000 Euro ein und gehen sie nicht über Los. Sie bekommen den Termin per Mail. Schönen Tag.“

Tag 10: 08.01.2021 Einmal quer durch die Stadt gelaufen, Abstrich gemacht, quer durch die Stadt zurück gelaufen. Hat keinen Interessiert, ob ich Quarantäne hab oder nicht. Inzwischen wundert mich gar nix mehr.

Tag 11 09.01.2021 Ende der „Vorläufigen Quarantäne“. Kein Anruf vom Gesundheitsamt, keine Info. Is ja auch Samstag.

Tag 12 Ergebnis des Abstrichs. Positiv. „Das genaue Ergebnis per PDF können wir Ihnen aus Datenschutzrechtlichen Gründen nicht zur Verfügung stellen. Bei Fragen wenden sie sich an die Hotline.“ Mist, das Amt braucht den CT-Wert. Hotline anrufen. „Hallo, nein, wegen Datenschutz dürfen wir Ihnen das Ergebnis der Analyse aus dem der CT-Wert hervorgeht nicht mitteilen.“ „Das Amt will den Wert aber wissen.“ „Achso, ne, das Amt kriegt den Test eh.“ „Moment, ich dachte aus Datenschutzgründen…“ „Ja, SIE kriegen das nicht. Das Amt schon.“ „Wessen Daten werden da geschützt???“ „Aus Datenschutzgründen.“ „Ja, von mir aus. Solang das Amt den CT-Wert kriegt…“

Tag 13: 11.01.2021 „Hallo, hier ist das Gesundheitsamt. Wie gehts ihnen?“ „Gut soweit. Haben sie das Testergebnis?“ „Hä? Ne, es geht um Anamnese. Sie hatten ja vorläufige Quarantäne bis vorgestern. Haben sie Symptome?“ „Nein. Aber mein Zweiter Abstrich war positiv.“ „Ah. Ja, kriegen wir die Tage. Ich mach nochmal vorläufige Quarantäne bis Mittwoch, 13. Wenn wir das Ergebnis haben, meldet sich jemand.“

Tag 14: 12.01.2021 „Hallo, hier ist das Gesundheitsamt. Wir haben ihr Testergebnis.“ „War Positiv, ich weiß.“ „Der CT-Wert ist über 30, also als negativ zu werten.“ … „Hä?“ „Na, wenn der CT-Wert zu hoch ist, ist das nicht aussagekräftig.“ „Warum bekomm ich dann die Meldung positiv?“ „Für die Statistik. Aber die Quarantäne ist aufgehoben. Sie dürfen ab jetzt wieder raus.“ „Brauch ich nochmal nen negativen Test?“ „Einen negativen Test werden sie die nächsten Wochen kaum erhalten, die Labore machen den Zyklus so lange, bis sie was finden.“ „Ah, ok. Und die Arbeit?“ „Sie bekommen irgendwann die Tage die Bestätigung über den Quarantäne Zeitraum, aber sie dürfen ab morgen wieder rein.“ „Danke…“ „Bleibens Gsund.“

Während dieser 14 Tage, hätte ich jederzeit raus können. Ich hätte mit den Öffis fahren, einkaufen, alles können. Die einzige Verpflichtung bestand darin, einmal täglich auf der Website des Gesundheitsamtes anzuklicken, dass ich daheim bin. Ich kenne Leute, die die Anweisungen des Gesundheitsamtes entweder nicht verstehen (Sprachbarriere) oder ignorieren. Ich kenne Leute, die die Aussage der Arzthelferin nicht hinterfragen und positiv zum Flughafen gefahren sind. Ich habe erlebt, wie eine Frau mit 5 Kindern im Schlepptau, alle ohne Maske, mich vor dem Testzentrum mit einem Zettel in der Hand angesprochen haben, auf die Adresse unter dem Testtermin gedeutet haben mit den Worten: „Diese?“ und dann weiter umhergeirrt sind. Hauptsache Kunst und Kultureinrichtungen werden geschlossen. Hauptsache teure Masken werden zur Pflicht. Aber um Gesundheit geht es in dieser ganzen Pandemie schon lang nicht mehr. Mein Lieblingssatz: „DIE LABORE GEBEN SICHERHEITSHALBER POSITIV RAUS, WENN SIE NET DAZU KOMMEN.“ Ct-Wert wegen Datenschutz zu verschweigen, hat auch was…

Netzfund – Dank an „Mal andere Nachrichten

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