„Project Brainstorm“

Projekt Brainstorm, Deutsch, ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Thriller aus dem Jahr 1983 mit Christ-opher Walken und Natalie Wood in den Hauptrollen.

HANDLUNG: Der Film handelt von der Wissenschaftlerin Dr. Lillian Reynolds, die gemeinsam mit ihren Mitarbeitern, dem getrennt lebenden Ehepaar Dr. Michael Anthony Brace und Karen Brace, einen revolutionären Apparat entwickelt hat. Es ist eine Gehirn-Computer-Schnittstelle (anfangs noch eine Art Helm, der später dann kompakter gestaltet wird), die es ermöglicht, Gedanken, Emotionen und Erlebnisse aufzuzeichnen, sichtbar zu machen und auf andere Personen zu übertragen. Als Speichermedium dienen goldbeschichtete Magnetbänder, die mit einem Laser beschrieben werden und auch beliebig bearbeitet und geschnitten werden können. Der Apparat ist auf Menschen und Affen anwendbar.

Als die stark unter Stress stehende und herzkranke Dr. Reynolds einen schweren Herzanfall erleidet, entschließt sie sich, ihren Tod zu dokumentieren, mit der Absicht, ihrem Kollegen Michael das Magnetband zu hinterlassen, so dass dieser wissenschaftliche Erkenntnisse über die Geschehnisse während und nach dem Tode erlangen kann.

Der skrupellose Industrielle Alex Terson entscheidet sich dazu, Brainstorm an das Militär zu verkaufen und zum Zwecke der Gehirnwäsche einzusetzen. Er ordnet an, das „Todesband“ mit den Todeserfahrungen von Dr. Reynolds unter Verschluss zu halten, damit niemand mehr Zugriff auf das Band erhält.

Michael versucht das Band abzuspielen, aber das ist ihm erstmal unmöglich, da er die aufgezeichneten schmerzhaften und unerträglichen Gefühle zunächst abschwächen und umwandeln muss. Es gelingt ihm, aber ein Firmenmitarbeiter, der sich parallel das Band ungefiltert anschaut, stirbt qualvoll. Michael findet später auch Zugriff auf das Geheimprojekt Brainstorm. Über die Telefonleitung und mit der Unterstützung eines nach dem Genuss eines „Sexbandes“ entlassenen Mitarbeiters bekommt er Zugang zu Aufzeichnungen, die für militärische Zwecke produziert wurden. Er spielt eines der Bänder ab. Nach einem Warnhinweis der Regierung wird eine lebensgefährliche psychotische Episode gezeigt. Michael erkennt nun den wahren Plan, der sich hinter dem Projekt verbirgt.

Während Michael seiner Frau die Wahrheit über das Projekt erzählt, setzt sich deren Sohn Chris an das Gerät und spielt Tersons „extremes Band“ ab, das dazu führt, dass Chris ein schweres psychisches Trauma erleidet. Aber Michael ist trotzdem dazu entschlossen, an Dr. Reynolds Todesband zu gelangen und dieses abzuspielen – auch wenn ihm das nur unter Lebensgefahr möglich ist.

„Technisch aufwendige, nicht immer stimmige Mischung aus groß angelegtem Unterhaltungskino und bedenkenswerter Beschreibung technologischer Entwicklungen und gesellschaftlicher Konflikte.“

– Lexikon des internationalen Films

„‚Projekt Brainstorm‘ [ist] keine Weltraum-Utopie; vielmehr wird hier das All mit der menschlichen Psyche vertauscht und die Grenze des heute wissenschaftlich und technologisch tatsächlich Möglichen nur um eine Winzigkeit überschritten. […] Trumbulls Konzept, den Schauwerten seines Films dadurch einen tieferen Sinn zu verleihen, daß er sie mit einer anspruchsvollen Thematik verbindet, die an ethische Fragen und gar an das Tabu des Todes rührt, ist redlich und anerkennenswert. In der Tat sollte man heute für jeden Film dankbar sein, der die hochentwickelten technischen Möglichkeiten des Mediums einmal nicht in den Dienst mehr oder minder primitiver, publikumsträchtiger Horror- und Fantasy-Filme stellt, sondern versucht, mit ihrer Hilfe auch inhaltlich neue Wege zu beschreiten. […] Zu Ken Russells artverwandtem Film ‚Der Höllentrip‘ liefert er ein hübsches Gegenstück, den ‚Himmelstrip‘ sozusagen. Bauklötze staunen kann man dabei, aber süchtig (oder klüger) wird man kaum davon.“

– Robert Fischer: Epd Film 2/84

„Was man auf der Leinwand […] sieht, ist nichts weiter als die angestrengt ambitiöse Demonstration von Trumbulls neuem Trickverfahren ‚Show-Scan‘ […]. Die Komplexität der Charaktere und der angeschnittenen Themen werden begraben von der ‚experimentellen Extravaganz‘ der Technologie, die im Grunde sehr banal ist.“

– Helmut W. Banz, Die Zeit

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