Was geht ab in den Schulen?

Erfahrungsbericht mit der Adolph-Reichwein-Schule (ARS) in Langen/Hessen

Nachdem ich mal wieder eine Mail von der Schule bekam – es war 21.00 Uhr an einem Sonntag Abend -, in der fünf verschiedene PDFs über die Regeln der Corona-Verordnungsumsetzungen u.a. anhingen, wo in keiner auch nur ein Wort über Ausnahmeregelungen zur Maskenpflicht stand, beschloss ich, aktiv zu werden.
Meine Tochter – 14 Jahre und mit einem Attest ausgestattet, das aussagt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen kann – ist selbstbewußt und aufgeklärt genug, um selbst zu entscheiden, bei welchen Gelegenheiten sie das Attest zückt oder sich eben eine Maske aufsetzt; viele Eltern wissen, wovon ich rede.
Ich schrieb also auch eine Mail – natürlich mit einem größeren Verteilerkreis im Empfängerfeld, incl. der Rektorin der Schule.
Was nun folgt, ist der Mailverkehr bis zum heutigen Tag, einem Freitag, den 18.09.2020 und ein immer weiter geführtes Update:


Hallo und danke für Ihre Arbeit.
Ich habe nur eine einzige Nachfrage:
Warum gibt es in allen Dokumenten und Aussagen nicht eine einzige Stellungnahme zu den AUSNAHMEN der Maskenpflicht?
Es gibt genug Schüler, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen DÜRFEN und/oder KÖNNEN.
Um diese Kinder nicht zu diskriminieren, ist es dringendst erforderlich, eine massive AUFKLÄRUNG an der ARS durchzuführen; eine Unterlassung dessen ist einer Kindswohlgefährdung gleichzusetzen und zieht eine strafrechtliche Verfolgung nach sich.
Ich möchte nicht, dass es soweit kommt, deshalb appelliere ich nochmals an Ihr Gewissen und Ihren gesunden Menschenverstand.
Mit der Bitte um eine schnelle, transparente und für ALLE befriedigende Antwort verbleibe ich
Klaus Eck


Guten Abend Herr Eck,
bezugnehmend auf Ihre Mail vom Sonntag kann ich Ihnen nun folgende Informationen geben:
Wie Sie dem SEB-Protokoll bereits entnehmen konnten, folgt die ARS einem stringenten Hygieneplan, der in dieser Zeit und in einer so großen Einrichtung wie der ARS auch absolut wichtig und richtig ist. Das Tragen von Masken auf dem Schulgelände ist eine Vorschrift, die von der Hessischen Landesregierung erlassen wurde.
Wie ich auf Nachfrage erfahren habe, gibt es im Moment keinerlei Anfragen bezüglich Aussetzen der Maskenpflicht für einzelne Personen an der Schule aufgrund einer medizinischen Indikation. Dementsprechend ist auch kein Fall von Diskriminierung als Folge dessen bekannt.
Sollte auf Anraten eines Arztes die Maskenpflicht für eine einzelne Person ausgesetzt werden und ein Attest vorliegen, wird diesem sicherlich auch von Seiten der Schule nichts im Wege stehen.
Da nur dieser Fall wie bereits erwähnt noch nicht eingetreten ist, wurde dieser bisher auch nicht explizit in einer Stellungnahme erwähnt.
Sollte dies keine befriedigende Aussage für Sie sein, darf ich Sie gerne noch einmal an das Angebot der Schulleitung erinnern, zu einem persönlichen Gespräch in die Schule zu kommen, um noch offene Punkte direkt vor Ort zu klären.
Viele Grüße,
Schulelternbeirat (SEB)


Hallo SEB und hallo auch an Frau K.,
da ich annehme, dass Sie eh im Auftrag von Frau K. schreiben, die sich ja nicht bemüßigt fühlt, selbst Stellung zu nehmen, begrüße ich auch sie hier.
Ich habe weder die Vorschrift, die von der Hessischen Landesregierung erlassen wurde in Frage gestellt noch behauptet, dass es schon einen Fall von möglicher Diskriminierung an der ARS gibt.
Hinweisend auf das Fehlen einer Stellungnahme seitens der Schule an alle Lehrer, Eltern und Schüler bezüglich der ebenso gesetzlich festgelegten Ausnahmeregelung zur „Maskenpflicht“ (es ist eine Empfehlung!) möchte ich Ihnen nochmals ins Gedächtnis rufen, dass in dieser besonderen Ausnahmesituation gerade die Schulen eine Fürsorgepflicht haben, alle Zweifel aus den Weg zu räumen, was eine „mögliche“ Diskriminierung von Kindern mit Attest angeht.
ZITAT aus der Hessischen Landesverordung zum Tragen von Masken (FAQ):
„Laut Ihrer Mitteilung von Mittwoch gilt die Pflicht nicht für Personen, „die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können.“ Welche Personen gehören genau dazu? Auch Asthmatiker?
Dies gilt für alle Personen, die aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund einer Behinderung keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Ob ein Mund Nasen Schutz aus gesundheitlicher Sicht nicht getragen werden kann, hängt nicht allein von der Grunderkrankung oder der Art der Behinderung ab, sondern etwa auch von der Dauer des notwendigen Tragens z.B. im ÖPNV.
Wie können diese Personen, etwa bei einer Kontrolle oder dem Einlass in ein Geschäft, klarmachen, dass sie von der Pflicht befreit sind? Gibt es dazu Bescheinigungen, wie es etwa die Stadt Hanau schon eingeführt hat?
Allen, die aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, wird das Mitführen einer ärztlichen Bescheinigung empfohlen.
Wenn ja, wie können Betroffene diese erhalten?
Es genügt die formlose Ausstellung des behandelnden Arztes.“
(https://soziales.hessen.de/gesundheit/infektionsschutz/corona-hessen/maskenpflicht-faq)
Dies ist nur durch Aufklärung innerhalb und ausserhalb der Schule möglich; diese vermisse ich, und ich möchte erneut betonen, wie wichtige gerade diese ist:
Auch Ihnen allen sollte bekannt sein, welche psychischen Auswirkungen es hat, wenn man Kinder ausgrenzt – und es erst soweit kommen zu lassen und DANN erst zu reagieren, halte ich für kontraproduktiv.
Ich fordere nochmals mit entschlossener Haltung Frau K. und die Schulleitung dazu auf, in Sachen Aufklärung über Ausnahmeregelungen beim Maskentragen in der ARS enorm auf allen Kanälen transparent nachzusteuern, da ich mich sonst gezwungen sehe, einen Rechtsbeistand hinzuzuziehen und rechtliche Schritte einzuleiten.
Klaus Eck


Sehr geehrter Herr Eck,
vielen Dank für Ihre zusätzlichen Ausführungen.
Gerne wiederhole ich mein Angebot eines persönlichen Gesprächs. Bitte lassen Sie mich wissen, wann Sie dazu Zeit finden.
Mit freundlichen Grüßen
M. K.
Schulleiterin


Frau K.,
das hatten wir doch schon mal, dass Sie meine Frau zu einem persönlichen Gespräch in die Schule zitieren wollten.
Lassen Sie das bitte, denn es geht hier nicht um meine Person, es geht ausschließlich um die Fürsorgepflicht der Schule, die ich in einem enormen Maß für unzureichend halte.
Erneut möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass es sich bei dem hier behandelten Thema um eine Angelegenheit handelt, die alle Lehrer, Eltern und Schüler betrifft.
Es geht um sachgemäße Aufklärung und um Vorbeugung möglicher Diskriminierungen und deren psychischen Auswirkungen auf die Kinder, die wir als Eltern vertrauensvoll in die Obhut Ihrer Schule geben.
Es sollte nicht darum gehen, wie sich eine Schule auf jeder erdenklichen Weise „absichert“ gegenüber möglicherweise aufkommenden Fragen und/oder Maßnahmen seitens sowohl der Eltern als auch von Ministerialseite; es sollte darum gehen, wie wir alle gemeinsam unseren Kindern ein Gefühl von Sicherheit, Toleranz und einem Miteinander vermitteln, welches auf Aufklärung und Mitgefühl aufbaut – und eben nicht durch stringente Maßnahmen, die pauschal für alle gelten sollen.
Wenn Ihnen meine Sicht der Dinge so zuwider ist, dass Sie nicht einmal den öffentlichen Dialog mit mir eingehen, sondern stets nur ein Auge-in-Auge-Gespräch anbieten, weiß ich nicht, wie ich mich weiterhin Ihnen anbieten kann, gemeinsam in aller Öffentlichkeit einen Weg zu finden, der alle Felder abdeckt.
Ich schlage Ihnen vor, in der Aula der ARS ein Gespräch zu führen – gerne mit 2 weiteren Personen, von denen eine Sie und die andere ich auswähle – und dazu alle Eltern und Lehrer und möglicherweise auch alle Schüler, oder zumindest ein paar davon einladen, damit ein für alle Mal eine sachliche und auch eine empathische Auseinandersetzung mit diesem schwierigen Thema geführt werden kann.
Alternativ dazu fordere ich Sie dazu auf, intern in der ARS einen soweit wie möglichst objektiven „Corona-Rat“ einzusetzen, der sowohl aus Lehrern und Eltern besteht, die einzig ihrem Gewissen, nicht aber dem Dogma der Schulleitung verpflichtet ist, und der transparent Fakten zur Lage sammelt und „menschliche“ Konsequenzen vorschlägt, die sowohl die Schule als auch Eltern wie ich mittragen können.
Bitte verstehen Sie mich: ich bin kein Corona-Leugner, kein Verschwörungstheoretiker, keiner, der zuviel Zeit hat und dem langweilig ist, kein Rechter, kein Linker und kein Spinner – ich schreibe hier lediglich als besorgter Vater, der selbst denkt und beim RKI recherchiert und wie viele andere renommierte Wissenschaftler, Rechtsanwälte, Mediziner und einfachen Müttern und Vätern, die den Mut haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen, zu anderen Schlussfolgerungen gekommen ist als die Bundes- und Landesregierungen und die nicht einfach hinnehmen, was dem gesunden Menschenverstand entgegensteht.
Bitte nehmen Sie meine Bitte und Appell ernst und gehen Sie mit mir gemeinsam in die Öffentlichkeit.
Klaus Eck


(ich schickte noch eine weitere Mail an die Schulleitung, inhaltlich ohne Worte, nur ein Link:
https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/UKE-Studie-Kinder-leiden-psychisch-stark-unter-Corona,uke678.html?fbclid=IwAR1SjphdD8mw3P1mgdcawc1uSOJHaruG3kuQlTXuagN7H5cIGXHebpCs5rU)

NDR.de
Stand: 10.07.2020 12:42 Uhr
UKE-Studie: Kinder leiden psychisch stark unter Corona
Eine Umfrage des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt für Deutschland erstmals, wie sich die Corona-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ausgewirkt hat. Demnach fühlen sich mehr als 70 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen durch die Corona-Krise seelisch belastet. Stress, Angst und Depressionen haben zugenommen. Das Risiko für psychische Auffälligkeiten habe sich fast verdoppelt.
VIDEO: UKE-Studie: Wie Kinderseelen durch Corona leiden (2 Min)
Häufiger gereizt, mehr Süßigkeiten
Die Kinder sind laut der Studie häufiger gereizt, hätten Einschlafprobleme und klagten über Kopf- und Bauchschmerzen. Jedes vierte Kind berichtet, dass es in der Familie häufiger zu Streit komme als vor der Corona-Krise. Die Eltern geben das sogar noch häufiger an und erklären, dass Streitigkeiten öfter eskalierten. Gleichzeitig achten Kinder und Jugendliche weniger auf ihre Gesundheit. Sie essen mehr Süßigkeiten, machen weniger Sport und verbringen mehr Zeit am Handy oder vor dem Fernseher.
Für die „COPSY“-Studie wurden Kinder direkt zu den Auswirkungen befragt. Per Online-Fragebogen und in Zusammenarbeit mit Infratest dimap. Kinder zwischen 11 und 17 Jahren konnten den Fragebogen selbst ausfüllen. Für jüngere Kinder ab 7 Jahren haben die Eltern geantwortet. Es ging um Themen wie psychisches Wohlbefinden und Lebensqualität, sowie Fragen zu Schule, Familie und Freunden. Mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche sowie 1.500 Erwachsene haben teilgenommen.
„Die Deutlichkeit überrascht“
Die Ergebnisse wurden anschließend mit Daten einer Langzeituntersuchung aus der Zeit vor Corona verglichen. „Wir haben mit einer Verschlechterung des psychischen Wohlbefindens in der Krise gerechnet“, sagte Studienleiterin Ulrike Ravens-Sieberer. „Dass sie allerdings so deutlich ausfällt, hat auch uns überrascht.“
Betroffen seien vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien. So zeigt die „COPSY“-Studie, dass ein geringes Einkommen der Eltern und beengter Wohnraum das Auftreten psychischer Auffälligkeiten bei Kindern fördern. „Mangelnde Rückzugsmöglichkeiten und fehlende Tagesstruktur führen besonders in Krisenzeiten zu Streit und Konflikten in der Familie. Wir konnten daher deutlich sehen, dass die Kinder sich vor allen Dingen dann seelisch belastet gefühlt haben, wenn die Eltern auch belastet sind und viel Stress empfinden“, so Ulrike Ravens-Sieberer. Sie fordert deshalb möglichst schnell Konzepte, wie man diesen Familien helfen kann, gerade für den Fall einer zweiten Infektionswelle. Etwa über Online-Beratungsangebote, aber auch über persönliche Betreuung.


Es ist nun mittlerweile 10 Tage her, seit ich die letzte Mail an die ARS schrieb. Die Reaktion darauf ist bis zum heutigen Tag gleich NULL.

Ich habe mich daher entschlossen, nun zur Tat zu schreiten und habe daher ein sogenanntes „Anklageschreiben“ formuliert. Es umfasst sechs DIN A4 – Seiten und liegt momentan einer Rechtsanwältin vor, die es prüft und ggfs. gerichtswirksam korrigiert bzw. ergänzt. Sobald das Schreiben wieder bei mir ist, wird mein nächster Gang der zur Polizei sein um dort Strafanzeige zu erstellen bzw. zum Amtsgericht, um dort eine Klage einzureichen.

Diese Sache wird nicht damit erledigt sein, dass ich seitens der Beteiligten der Schule ignoriert bzw. totgeschwiegen werde und ich in Tatenlosigkeit versinke; die Sache hat gerade erst angefangen!


22.10.2020 – Ich habe heute Abend über die Website der Polizei Hessen Strafanzeige gegen die Schule gestellt!
Verläuft die Anzeige ins Leere, werde ich umgehend Klage beim Verwaltungsgericht einlegen!


26.10.2020 – Ich habe heute eine weitere Strafanzeige gegen M.K. als Schulleiterin der ARS-Langen gestellt; hier der Text, den ich per Online-Strafanzeige und zudem per Mail an die Staatsanwaltschaft Darmstadt und an die Staatsanwaltschaft Zw.St. Zweigstelle Offenbach am Main gesendet habe – zudem ist infolge dessen auch zusätzlich selbiges Schreiben an den hessischen Kultusminister gegangen:

„Staatsanwaltschaft Darmstadt Zw.St. Zweigstelle Offenbach am Main                                Klaus Eck

Kaiserstraße 16                                                                                                                                Uhlandstr. 14

63065 Offenbach am Main                                                                                            63225 Langen/Hessen 

                                                                                                                                          Langen, den 26.10.2020

Strafanzeige gegen M. K. als Schulleiterin der Adolph-Reichwein-Schule in der Zimmerstr. 60 in 63225 Langen

wegen: möglicher massiver Gesundheitsgefährdung aufgrund von Missachtung der DGUV 112-190 und anderer Unfallverhütungsvorschriften durch die aktuelle Maskenpflicht.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stelle ich Strafanzeige gegen die im Betreff genannte Schulleitung. Gleichzeitig stelle ich Strafantrag wegen aller in Betracht kommender Delikte und beantrage über den Verlauf und den Ausgang des Verfahrens informiert zu werden. Bitte senden Sie mir nach Zugang eine Eingangsbestätigung zu und teilen mir das Aktenzeichen mit.

Begründung: die im Betreff genannte Schulleitung ist meines Erachtens unter anderem verantwortlich für die Umsetzung der DGUV 112-190 sowie sämtlicher Unfallverhütungsvorschriften und der Sicherstellung des Gesundheitsschutzes ihrer schutzbefohlenen Schüler*innen, ihrer gesamten Lehrer*innenschaft und Belegschaft, sowie möglicherweise der für die Betreuung der Schüler*innen zuständigen Organisationen. Aufgrund der angeordneten Maskenpflicht ist m. E. nach die DGUV 112-190 zugrunde zu legen und hier sehe ich keine Evidenz, dass diese vollumfänglich umgesetzt wird und somit wird massiv die Gesundheit der Schüler*innen und der am Schulalltag beteiligten Personen gefährdet.

Ich sehe hier unmittelbare gesundheitliche Gefahr in Verzug!

Im Video, abrufbar unter der URL. https://www.youtube.com/watch?v=Rg7RvtyZ4f8 von der Fachärztin für Allgemein- und Arbeitsmedizin Dr. Beatrice Vöhringer werden die Verstöße beispielhaft aufgeführt. Adhoc Co2-Messungen hinter der Maske zeigen zudem deutliche Gefährdungspotenziale auf, die es sofort aufzuklären gilt, um weitere Gesundheitsschäden zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Eck

Zuständiges Polizeipräsidium/Ansprechpartner:

Polizeipräsidium Südosthessen

Geleitsstraße 124

63067 Offenbach/Main

ONLINE-AKTENZEICHEN:   1603728479625


Soweit der Stand der Dinge – ich werde hier weiterhin die Fortführung dieser Angelegenheit dokumentieren.

KLAUS ECK