Persönliche Erfahrungen in der CORONA-Krise

(Angst, mein ständiger Begleiter auf allen Wegen und aus allen Augen)

Erfahrungsbericht vom 09.05.2020 / Bäckerei Schäfer in Langen/Oberlinden:

„War gerade dort Brötchen holen.
Man wollte mich nicht reinlassen geschweige denn bedienen.
Man verwies auf die Maskenpflicht, die für ALLE gälte.
Ich sagte, dass ich zur Ausnahmegruppe derer gehöre, die davon befreit sind und verweis auf mein Attest.
Das interessierte dort nicht und erneut und immer wieder wurde ich des Ladens verwiesen.
Ich blieb und pochte auf mein Recht.
Es wurde immer schärfer und lauter.
Ich forderte sie auf, bitte umgehend die Polizei zu holen, weil sie gegen geltendes Recht verstoßen würden und meine Ausnahmegenehmigung nicht akzeptierten.
Sie weigerten sich.
Das wiederholte sich lautstark mehrmals.
Mittlerweile haben sich mehrere Personen angesammelt, die alle Brötchen wollten – und keiner mischte sich ein und sagte etwas – keiner?
Doch!
Einer (ein Mann so um die 40) fing auf einmal an, neben mir nahestehend mich zu beschimpfen:
„Halten Sie doch jetzt einfach mal die Klappe!“, raunte er lauthals, mehrfach, immer lauter werdend.
Ich schaute ihn an und schaute mich um: alle standen nur und sagten und machten nichts, aber in allen Augen sah ich entweder Angst oder Wut auf mich; bei dem Mann, der mich anschrie sogar blanker Hass!
Eine zweite junge Verkäuferin wollte mich dann draussen bedienen, wenn ich das Geschäft verlassen würde.
Ich ging aufs Ganze und zog mein Attest, das ich immer bei mir trage, heraus und zeigte es vor mit den Worten:
„Ich brauche das eigentlich nur dem Ordnungsamt oder der Polizei zu zeigen, aber ich zeige es auch ihnen: mein offizielles von meinem Hausarzt ausgestelltes Attest!
Bitte bedienen sie mich jetzt!“
Der Streit sowohl mit der älteren Bäckereifachverkäuferin und dem wütenden Mann neben mir ging weiter und es war kein Ende sichtbar.
Naja, was soll ich sagen:
ich hatte Hunger, meine Frau wartete daheim und wir wollten frühstücken.
Ich ging den Kompromiss ein, mich draussen bedienen zu lassen, bekam meine Brötchen und zahlte.
Ich mußte mir noch Worte wie „asozial“ und ähnliches anhören, bis ich dann ging.
Ich wollte mich bei der Geschäftsleitung dort offiziell beschweren – was ich tat – und hielt mir vor, den Laden anzuzeigen, weil man mir mein Ausnahme-Recht verweigerte und mich dermaßen bloßstellte und wie ein Aussätzigen und Kriminellen behandelte.
Letztlich liess ich aber ab von der Klage.
Aber bei der Bäckerei selbst legte ich am 11.05.2020 Beschwerde per Mail ein.
Am 27.05.2020 – also geschlagene 16 Tage später – erhielt ich dann eine Antwort:
„Guten Tag Herr Eck,
vielen Dank für Ihre Nachricht und dass Sie sich mit Ihrem Anliegen an uns wenden.
Bitte entschuldigen Sie uns für die Unannehmlichkeiten und die späte Rückmeldung.
Nach Rücksprache mit der zuständigen Bereichsleitung, können wir Ihnen mitteilen, dass mit den Mitarbeitern in der Filiale gesprochen wurde.
Grundsätzlich sind alle unsere Kunden verpflichtet einen Mund- und Nasenschutz in unseren Fachgeschäften zu tragen, es sei denn, sie können, wie in Ihrem Fall, ein entsprechendes Attest vorweisen.“
Naja, dachte ich, wenigstens haben sie sich entschuldigt – bei der Bäckerei jedoch selbst bin ich seitdem nicht mehr gewesen und beabsichtige auch nicht, dies zu tun.

Wenn´s das gewesen wäre, wäre ich ja glimpflich davongekommen mit meinen Erfahrungen in der Corona-Krise, aber so ist es nicht.
Täglich bei meinen Besorgungen sah ich nur maskierte Menschen und entweder Augenpaare, die mich voller Verwunderung anstarrten – vermutlich, weil ich bis heute noch niemals eine Maske trug – oder in deren Augen ich verachtende Ablehnung oder blanken Hass sah.
Keiner sprach, alle waren auf einmal stumm.
Sie huschten alle nur mit ihren Einkaufskörbchen oder –wägelchen wie aufgescheuchte Hühner oder träge- und mürbegemachte Versuchskaninchen umher – ausgekocht vom ewigen Hin und Her der RKI-befehlenden Stimme der Macht gehorchend:
„Masken bringen nichts!“
„Masken sind sinnvoll!“
„Masken sind gefährlich!“
„Ohne Maske ist man verantwortungslos seinen Mitmenschen gegenüber!“
„Maske sind Bakterien-Brutstätten und schaden mehr als sie helfen!“
„Keine Maske zu tragen ist egoistisch!“
Und LINKS. Und RECHTS.
Und nun wieder links.
Und wieder rechts.
Frieden ist Krieg.
Krieg ist Frieden.
Wir waren schon immer im Krieg gegen Eurasien.
Woher kenne ich das noch gleich…?

Letzte Woche Dienstag war ich im ALDI; vor mir ging ein großer Mann mit (vermutlich) seiner Mutter ebenfalls in den Laden. Schon beim Betreten blickte er sich um – für wahr ein Hühne von einem Kerl, dachte ich – und starrte mich zu Boden.
Ich dachte nur, naja, wieder ein großer Bär, der voller Angst und Neid auf mein unbesorgtes Auftreten ist – und das sollte es auch soweit für mich gewesen sein.
Aber immer wieder wenn ich an ihm oder er an mit vorbeiging, erntete ich diese bösen Blicke, denen ich jedoch dank meines an sich sonnigen Gemütes zumindest zu Anfang immer wieder mit einem breiten Lächeln begegnete.
Nach der ersten Kurve in den neuen Gang jedoch sah ich ihn dann mit zwei Verkäuferinnen vom ALDI reden und sah, wie er mit dem Finger auf mich zeigte, und ich hörte die Worte:
„Der trägt keine Maske! Schon als er hier reingekommen war, hatte er keine auf!“
Ich lächelte nur, ging an ihnen vorbei und schüttelte nur den Kopf.
Weil ich jedoch auch nur ein Mensch bin, kann ich nicht immer cool und lässig mit solchen Begegnungen umgehen, und es brach aus mir lauthals heraus:
„Ist es nicht einfach nur geil, wie man in Deutschland momentan voller Genugtuung Menschen diffamieren darf. Wie damals…“
Dann hörte ich die Verkäuferinnen:
„Hallo, der Herr…!“
Ich drehte mich um, und ging auf sie zu; der Mann, die große Petze, setzte voller Genugtuung seinen Einkauf mit seiner Mutter fort.
„Sie müssen eine Maske tragen.“
„Nein, das muss ich nicht.“
„Doch, das müssen Sie, wie alle Menschen.“
„Nein, das muss ich nicht, denn ich habe eine Ausnahmebescheinigung: ein Attest meines Arztes, das mich von der Maskenpflicht befreit.“
Dann war die andere dran:
„Es gibt keine Befreiung! Alle müssen Masken tragen!“
Gott sei Dank schritt die andere Verkäuferin wieder ein:
„Doch, doch. Wenn der Herr ein Attest hat, ist er von der Maskenpflicht befreit.“
„Ehrlich? Das habe ich ja noch nie gehört!“, sagte die andere.
Ich habe sogar noch gefragt, ob sie mein Attest sehen wolle, worauf sie nur sagte, dass es schon ok so sei – und so setzte ich meinen Einkauf fort.
Das Gespräch hatte auch der große Brummbär mitbekommen, und sichtlich ärgerte er sich nun darüber, dass seine Petzerei schlicht gar nichts gebracht hatte und der Hass in seinen Augen würde immens größer.
Ich beachtete ihn einfach nicht mehr weiter und konzentrierte mich auf meinen Einkauf.
Nachdem ich bezahlte hatte, rausging und an meinem Wagen die Einkäufe verstauen wollte, sah ich den großen Brummbär – nun ohne Maske und mit bärbeißigem Vollbart.
Und er sah mich – wieder mit verachtungsvollen Augen.
Und ich konnte mich nun draussen auch nicht mehr halten, so rief ich ihm über dem Parkplatz lauthals zu:„Na, alte Petze! Warst du schon damals in der Schule so? Eine alte Petze? Und fühlst du dich gut dabei, heh?“
Ich weiss, das ist nicht rühmlich, aber – mein Gott, er war ein Bär von einem Mann! So einer konnte doch so was ab! Oder?
Hm, heute tut es mir im Nachhinein leid, dass ich mich nicht unter Kontrolle hatte und so polemisch wurde.
Der Bär kam auf mich zu und meinte:
„Was haben Sie gesagt?“
Und ich wiederholte Wort für Wort und duzte ihn erneut.
„Das ist wie im Kindergarten“, raunte er.
„Ja, genau so benimmst du dich auch“, entgegnete ich.
„Seit wann duzen wir uns“, meinte er nur – auf mich zukommend und sichtlich wütend.
Genauso reagierte nun auch ich und warf ihm verbal nur entgegen:
„Seitdem du dich so benimmst wie im Kindergarten! Und jetzt geh endlich heim!“, rief ich – und er ging tatsächlich zu seinem Auto.
Ich sah ihm gar nicht mehr hinterher, fing schon jetzt an, mich über mich zu ärgern, dass ich mich habe so gehen lassen, aber letztlich fuhr ich nach Hause und ließ den lieben Gott einen guten Mann sein…

Es war letzten Freitag, am Tag meiner ersten Veranstaltung gegen den Corona-Wahn, als ich vormittags noch einkaufen war – für mich und meine Familie und auch für die Eltern, die weit über 80 sind.
Im REWE-Getränkemarkt bemerkte ich einen fast wie Hippie aussehenden Mann mit langen Haaren und bunten, alternativen Klamotten, jedoch mit Schutzmaske ausstaffiert, wie er mit seinem Einkaufswagen auf mich zukam.
Ich trug – wie immer – keine Maske.
Ich bemerkte ihn nur von der Seite, sein Schritt war forsch und ich sah aus meinen Augenwinkeln, wie er geradewegs mit bösem Blick auf mich zusteuerte.
Im letzten Moment zog ich meinen Einkaufswagen ein wenig zurück, sonst wäre der Fremde mir voll reingecrasht – und so dampfte er wie ein Windhauch an mir vorbei.
In Gedanken bei meinem Einkauf maß ich dem nicht wirklich Bedeutung zu in diesem Moment – erst viel später.
…denn ein paar Minuten später hörte ich etwas weiter weg den Kassierer im Getränkemarkt so etwas sagen wie:
„Naja, wir können ja nicht jeden Kunden zwingen, eine Maske zu tragen, höchstens darauf aufmerksam machen, dass es ja nun Pflicht ist. Was aber der Kunde macht, ist seine Sache – da können wir nichts bestimmen.“
Rechts hatte er, dachte ich mir und sah zu meinem Erstaunen den von mir so identifizierten Späthippie als Petzer!
Auch er erkannte mich erneut, als er seinen Kopf in meine Richtung drehte und mich wütend anstarrte.
Ich lächelte und ging meines Weges, meinen Einkauf fortsetzen.
Ich ging zur Kasse und sprach den Kassier an, den ich vom Sehen seit Jahren kannte, schließlich gehe ich mindestens einmal wöchentlich in den REWE. Der Kassierer meinte nur, der Kunde wäre ziemlich aufgebracht gewesen und hätte ihn gefragt – im barschen Ton -, warum ich keine Maske tragen würde.
Ich holte aus zur Erklärung, aber der Kassierer meinte nur:
„Ja, ich weiß, Sie haben ein Attest.“
In meiner Naivität lud ich ihn ein, doch am Abend meine Anti-Corona-Veranstaltung zu besuchen, worauf er nur lächelnd antworte:
„Bestimmt nicht!“
Nun, denn nicht, dachte ich und ging nach nebenan in den Lebensmittel-REWE – man kennt mich auch dort seit Jahren, und an und für sich habe ich mit den REWE-Leuten ein recht gutes Verhältnis.
Ich kam nicht weit; schon am Obststand lauerte der Indianer, und er steuerte direkt und ohne Umweg auf mich zu. Auf gleicher Höhe angekommen, lächelte ich ihn an, worauf er ohne zu zögern mich anraunte: „Wo ist denn Ihre Maske?!“
Ich schaute erstaunt auf und entgegnete ihm, dass das ihn ja wohl überhaupt nichts anginge.
Er jedoch wurde fordernder und meinte etwas lauter schon:
„Das geht mich wohl etwas an! Wo ist Ihre Maske?!“
Nun, erneut in regierungsgelenkter Erklärungsnot geraten, ging ich auf ihn zu und meinte:
„Das geht Sie etwas an? Sind Sie von der Polizei oder vom Ordnungsamt?“
„Jawohl, das bin ich, vom Ordungsamt!“, kam zurück.
Ich meinte ganz locker nur:
„Dann zeigen Sie mir bitte Ihren Ausweis.“
„Den brauche ich Ihnen nicht zu zeigen!“, kam es immer aufgeregter und dadurch lauter von ihm zurück.
„Aber selbstverständlich müssen Sie sich ausweisen, wenn Sie vom Ordnungsamt sind.“, sagte ich.
„Ich bin von der Stadt, und ich muss mich Ihnen gegenüber nicht ausweisen“, man konnte schon fast meinen, dass er schreit, was er direkt dann auch tat:
„OK, Sie haben es so gewollt!“, rief er, „Sie werden schon sehen, was Sie davon haben! Ich brauche mich Ihnen gegenüber überhaupt nicht auszuweisen – und Sie tragen keine Maske! Und jetzt wollen wir doch mal sehen…!“, und weg rannte mit seinem Einkaufswagen auf die Kassen zu.
Sowohl Angestellten als auch Kunden blieb die ganze Sache nicht verborgen; auch ich blieb baff stehen und schaute dem Indianer hinterher, wie er auf Kriegspfad nun sein Tomahawk schwingend durch den Laden stürmte. Ich bekam mit, wie er lauthals den Geschäftsführer herbeiriefen wollte, als ich auf ihn zugehend meinte, dass er mir gefälligst seinen Ausweis zeigen solle, wenn er von der Stadt oder vom Ordungsamt sei! Zudem könne man ja einfach mal die Polizei rufen, rief ich nun, sichtlich erhitzt von der Situation.
Mittlerweile war sowohl der Geschäftsführer als auch weitere Angestellte um ihm herum zusammengetroffen, Kunden verstecken sich hinter Regalen, hinter denen sie furchtsam hervorblickten, doch niemand sagte was, ausser dem erzürnten Indianer, der alsdann dann wartete, was der Geschäftsführer erwidern würde.
Der jedoch war der Coolste von allen und meinte nur (da er mich ja auch nun schon kannte), dass ich ein Attest habe und deshalb von der Maskenpflicht befreit sein.
Diese Aussage trieb nicht nur dem Indianer die Zornesröte ins Gesicht: eine Frau kam aufgeregt und auch wütend hinzu und fragte mich, warum ich denn so egoistisch sein, und dann noch einkaufen bzw. vor die Haustür gehen würde, wenn ich doch keine Maske tragen DARF. Ich würde doch alle gefährden, und bestimmt gebe es doch Menschen in meiner Bekanntschaft, die die Einkäufe für mich erledigen könnten.
Der Indianer raunte nur, dass ich doch schließlich ihm hätte sagen MÜSSEN, dass ich ein Attest hätte; zudem müsse ich mich ausweisen, wenn er es verlangen würde, da er ja von der Stadt sein und sich nicht ausweisen müsse. Ich wäre ja verpflichtet, dem von mir selbst heraus nachzukommen und nicht als Provokateur in der Öffentlichkeit Menschleben gefährden…
Ich ging weiter, ließ alle stehen, dankte im Geiste nochmals dem coolen Geschäftsführer und setzte meinen Einkauf fort.

Als ich vom REWE nach Hause fuhr, so war es mir, als zöge ich eine riesengroße schwarze Blase des Hasses, des Zorns und der Dunkelheit hinter mir her; dieses negative Gefühl verieß mich den ganzen Tag nicht mehr.
Was ist mit meiner Würde? Mit meinem Ansehen? Meinem Ruf? Meinen Gefühlen?
Ich habe immer wieder das Gefühl, als zeigten alle mit dem Finger auf mich, nur, weil ich keine Maske trage!
Später gegen Abend erfuhr ich von einem anwesenden Polizisten auf meiner Demo, dass in der Tat jemand am Vormittag bei der Polizei anrief und einen ähnlichen Sachverhalt dort schilderte mit dem Verlangen, die Polizei müsse sofort eingreifen. Der Polizist lächelte nur, als ich erzählte, dass ich das war, um den es ging…

Manches Mal fällt es mir schwer, meinen selbstgewählten Weg so geradeaus weiterzugehen, wie ich es zu tun pflege, wenn ich mich stark fühle.
Aber so geht es jedem, denke ich, und ich bin dankbar, dass ich diese Erlebnisse mit euch teilen darf.
Euch an meinen Erlebnissen teilhaben zu lassen, ist für mich wie ein Energieaustausch: ich tanke auf eine Art und Weise eure Energie, wie ein Induktion vonstattengeht: ohne Berührung und doch mit Nähe, die eine Verbindung herstellt, die man nicht sehen kann – aber man kann sie spüren.
Ich kann sie spüren.
Ich kann euch spüren, und ich danke euch für die Kraft, die ihr mir gebt, ohne dass ihr das wisst.
Und ich hoffe, dass ganz viele Menschen das so empfinden wie ich, und ich wünsche mir, dass diese Kraft uns alle auf unseren beschwerlichen Weg durch die krisengeschütteten Zeiten des CORONA-Wahnsinns begleitet und uns trägt.
Ich glaube an unsere Sache und ich habe keine Angst.
Ich glaube daran, weil es die Wahrheit ist.
Und die Wahrheit kann niemand aufhalten.
Angstfrei und wahrhaftig stehe ich nun hier vor euch und wünsche mir, gemeinsam mit euch diesen Weg weiterzugehen – bis wir eines Tages am Ziel sind.
Danke, dass es euch gibt – und danke, dass wir gemeinsam diesen Weg beschreiten!