Nachtrag zur „Rede an die Nation“ – Gedichte

Dieses alles ist aber nicht alleine, was mich schaudern läßt.

All das Gesagte, täglich und stündlich seit langer Zeit wiederholt und wiederholt, läßt seinen Samen in vielen von uns gedeihen, so dass selbst Menschen, die sich auf liebevoller, gar poetischer Weise dem Thema CORONA nähern, nur unverhohlen das widerplappern, was wieder und wieder und wieder uns als täglich Brot serviert wird.

Ich trauere um das hilflose Bemühen, sich lyrisch dem zu stellen, was von jedermann an sich nur noch als die größte Schande unserer Nation angesehen werden darf.

Dennoch möchte ich euch das nicht vorenthalten, wovon ich hier rede – nicht, um mich darüber lustig zu machen, nicht, um diese Menschen hier vorzuführen, sondern einzig aus dem Grunde des Mitgefühls: auch ihnen gebührt mein Respekt!

Aus vollem Herzen: Danke!

Die Straßen leer, die Märkte voll –

ein jeder deckt sich zünftig ein

mit dem, was er dann essen soll

setzt erst die Quarantäne ein.

Die Order ist: bleibt bloß zu Haus’!

Doch leider können das nicht alle.

Manche müssen trotzdem raus

und weitermachen, für den Falle

dass das vielleicht bald nicht mehr geht.

Wir danken euch, ihr da im Laden!

Ihr arbeitet von früh bis spät

und helft, die Krise auszubaden!

Aus tiefstem Herzen: Danke!

Gesundheit ist das höchste Gut.

Wer krank ist, merkt das häufig schnell.

Und kommt erst eine Krankenflut,

ist das erst recht sehr aktuell.

Denn rasch sind alle Praxen voll,

die Krankenhäuser obendrein.

Das Personal tut, was es soll –

kommt manchmal tagelang nicht heim.

Wir danken euch, ihr Laboranten,

ihr Ärzte, Pfleger, Mediziner!

Ihr helft den Kranken, den Verwandten,

seid der Gesellschaft große Diener.

Die Welt steht Kopf mit Corona

Die Welt steht gerade ziemlich Kopf,

denn eine Krankheit geht umher.

Egal, ob Tasche oder Topf –

die Angst ist: bald bleibt beides leer.

Ein jeder bleibt bloß noch zu Haus’

und wartet ab, was noch kommen mag.

So manchem geht die Arbeit aus.

Die Sorge wächst von Tag zu Tag.

Dabei ist Geld so wichtig nicht,

Zusammenhalt hingegen schon.

Solang’ die Regeln niemand bricht,

ist die Gesundheit unser Lohn.

Guter Umgang mit dem Corona-Virus

Keine Hand darf ins Gesicht!

Vergiss das Händewaschen nicht!

Nicht zu kurz und nicht zu flüchtig,

schön mit Seife, dann ist’s richtig.

Man legt sich reichlich Nudeln zu

und hamstert anderes im Nu.

Ist erst die Ausgangssperre da,

kommt bald der Hunger. Fürchterbar!

Doch schon beim Einkauf fällt es schwer:

wenn da nicht dieses Jucken wär … !

Schon ist die rechte Hand am Mund.

Ups. Hoffen wir, ich bleib gesund.

Zu arge Vorbereitungswut

tut Menschen leider selten gut.

“Nicht panisch werden!” möcht’ ich raten.

Sei schlau und plane deine Taten.

Das Ziel ist dabei ist denkbar schlicht:

verbreite diesen Virus nicht!

Am besten ist’s, du bleibst zu Haus’

und ruhst dich erstmal richtig aus.

Ich stehe auf und möchte schrei’n:

Du lieber Gott! Ja schon halb neun!

Doch schnell läuft meine Panik aus:

Ich arbeite ja heut’ zu Haus’.

“Home Office” heißt das, denn daheim,

da bin ich sicher vor dem Keim.

Drum, um die Welt und mich zu schützen,

werd ich heut’ nur zu Hause sitzen.

Gut ausgeruht und ohne Hast

ist schlechte Laune keine Last.

Stattdessen: erstmal Kaffee machen!

Den Tag begrüße ich mit Lachen.

Den Pendelweg kann ich mir sparen.

Darauf hoffe ich schon seit Jahren.

Das Schaffen muss natürlich sein,

doch selbstbestimmt ist’s keine Pein.

Und wenn ich fertig bin, geht’s schnell:

bin flugs zu Hause, ist noch hell!

Der Grund ist zwar nicht ganz so schön,

doch bald schon kann’s nach draußen gehen.